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Muskelbrücke als mögliche Ursache für Linksschenkelblock bei Ausdauersport

Wem noch kein Arzt gesagt hat, daß er einen Linksschenkelblock hat, der soll froh sein, und nicht weiterlesen.

Die hier beschriebenen Effekte treten nur bei Ausdauersportarten mit hoher Belastung wie Mountainbiking, Langstreckenlauf, sportlicher Skilanglauf usw. auf, nicht bei Sportarten mit Spitzenbelastung wie Sprungdisziplinen, Kurzstreckensportarten, Alpinskilauf. Bei wem bei Ausdauersport mit höheren Pulsfrequenzen (und daher auch am Ergometer) ein Linksschenkelblock (im Folgenden mit LSB abgekürzt) auftritt, bei dem kann eine Muskelbrücke bestehen. Hier wird weder auf Details zum Linksschenkelblock noch auf Details zur Muskelbrücke eingegangen, dazu findet man Vieles im Internet, sondern nur auf die mögliche Verknüpfung. Voraussetzungen für die Kombination LSB und Muskelbrücke:

  • 1. Der LSB tritt erst oberhalb einer bestimmten Herzfrequenz auf (Frequenzabhängiger LSB)
  • 2. Der Patient verspürt dabei ein Druckgefühl unter dem Brustbein also spürt scheinbar den LSB
  • 3. Das Druckgefühl hört bei Belastungstop sofort auf (innerhalb 1 Sekunde), der LSB bleibt noch einige Minuten
  • Die Herzkranzgefäße versorgen den Herzmuskel mit Blut, und verlaufen weitgehend ausserhalb des Herzmuskels, damit der Blutfluß nicht bei der Kontraktion des Herzmuskels gestört wird. Bei einigen Menschen geht ein Teil des Herzmuskels über ein Herzkranzgefäß, die sogenannte Muskelbrücke. In diesem Falle kann bei starker Belastung der Blutfluß in der Systole (Kontraktion des Herzmuskels) gestört werden, was der Patient spürt (ähnlich wie Angina Pectoris), und zusätzlich den LSB (der ist im EKG deutlich sichtbar) auslöst. Die meisten Pulsuhren zeigen diese Form des LSB insoweit an, als sie Nichts oder extrem falsche Herzfrequenz anzeigen (Null oder halbe oder doppelte Herzfrequenz).

    Zur Verwirrung des Patienten trägt jedenfalls bei, daß in der Literatur der LSB nicht spürbar ist, der Patient aber sehr wohl etwas spürt. Dieser von mir hier geschilderte Zusammenhang ist analytisch schwer nachweisbar. Dieser Zusammenhang Muskelbrücke und Linksschenkelblock ist nur dann wahrscheinlich, wenn der LSB erst nach monatelangem Training auftritt, und der damit verbundene Zuwachs an Herzmuskel die negative Wirksamkeit der Muskelbrücke verstärkt. Das heisst: bei gutem Trainingszustand setzt der LSB bei einer niedereren Herzfrequenz ein als bei Beginn des Trainings (z.B: zu Beginn der Mountainbikesaison).

    Ein relativ sicheres Zeichen für eine Muskelbrücke ist: wenn der LSB nach einer erzwungenen monatelangen Untätigkeit (Beinbruch, lange Krankheit) weg ist, bzw erst bei viel höheren Pulsfrequenzen einsetzt. Gut leben kann man jedenfalls mit einem LSB der im Alltag nicht auftritt, da die Herzfrequenz, bei der der LSB beginnt nur selten erreicht wird.

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